Kategorie Informationen & Tipps - 27. Januar 2020

Coronavirus: Reisehinweis & aktuelle Informationen

Update 24. FEB 2020

Aktuelle Hinweise des Außenministeriums zu bestätigten Infektionsfällen mit dem Coronavirus (COVID-19) in Italien

In den Regionen Lombardei, Venetien, Emilia Romagna, Piemont, der Provinz Trient und Latium/Rom haben die italienischen Behörden in Zusammenarbeit mit allen involvierten Institutionen unmittelbar Kontrollen und Prüfungen der Personen eingeleitet, die mit den Patienten in Kontakt standen.

Die italienische Regierung hat am 22. und 23. Februar eine Reihe von Maßnahmen beschlossen, die von den zuständigen Behörden für die vom Coronavirus betroffenen Gemeinden umzusetzen ist:

  • Für 11 Gemeinden in der Lombardei wurden Ein- bzw. Ausreisesperrren verhängt: Vò Euganeo, Codogno, Castiglione d’Adda, Casalpusterlengo, Fombio, Maleo, Somaglia, Bertonico, Terranova dei Passerini, Castelgerundo und San Fiorano.
  • Universitäten, Kindergärten und Schulen in der Lombardei, Ligurien, Piemont, Südtirol, Trient, Friaul-Julisch Venetien, Emilia Romagna und Venetien bleiben bis zumindest 1. März 2020 geschlossen. Österreichische Studenten, die derzeit nicht in Italien sind, sollen vor Rückreise überprüfen, ob die Bildungseinrichtungen geöffnet sind.
  • In den Regionen Lombardei, Venetien und Friaul-Julisch Venetien wurden überdies alle größeren öffentlichen Veranstaltungen, in Venedig un der Lombardei auch private Veranstaltungen, für die kommende Woche abgesagt. Davon betroffen sind Sport- und Kulturveranstaltungen, und in der Lombardei und Venetien Gottesdienst, Museen und Nachtlokale.
  • Der Karneval in Venedig, Aufführungen der Scala in Mailand wurden für eine Woche abgesagt, der Dom in Mailand geschlossen.

Die Region Friaul-Julisch Venetien hat am 22. Februar 2020 den Zivilschutznotstand erklärt. Der Notstand ist zurzeit in erster Linie eine administrative Maßnahme, die es der Region ermöglicht, im Bedarfsfall ohne die sonst verpflichtenden öffentlichen Ausschreibungen bestimmte medizinische Anschaffungen durchführen und Bauten errichten zu können.

Personen in Italien, die grippeähnliche Symptome aufweisen, sollen auf keinen Fall zum Arzt oder ins Krankenhaus gehen, sondern die Telefonnummer 1500 anrufen, um die weitere Vorgangsweise abzuklären.

Am späten Sonntagabend sorgte ein Coronavirus-Verdachtsfall in einem Zug auf dem Weg von Venedig nach München für eine behördliche Streckensperre. Der Bahnverkehr wurde zwischen Italien und Österreich am Brenner für vier Stunden unterbrochen. Der Verdacht bestätigte sich nicht, noch in der Nacht auf Montag wurde die Sperre aufgehoben, der Zug konnte seine Fahrt fortsetzen.

Es gibt aktuell keine Einschränkungen, weder im Personen- noch im Güterverkehr, teilten die ÖBB mit. Man sei „in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden und anderen europäischen Eisenbahnunternehmen“. Die Bahn hat wegen des Coronavirus einen eigenen Einsatzstab eingerichtet, man könne auf Änderungen rasch reagieren.

Das Österreichische Gesundheitsministerium informierte, dass die europäischen Gesundheitsbehörden beim Kampf gegen die Ausbreitung des Corona-Virus eng zusammenarbeiten und eine gemeinsame Strategie haben: Bei einem Ausbruch wie nun in Italien wird sofort – u.a. durch Isolation – regional gehandelt und versucht, die Ausbreitung zu begrenzen. Treten bei der Befragung der Betroffenen Fakten auf, die ein anderes EU-Land betreffen, wird dies sofort in ein Early Warning and Response System (EWRS) der Europäische Union eingespeist und unmittelbar dem betroffenen Mitgliedsstaat übermittelt, damit dieser ebenfalls sofort handeln kann.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober betonte, dass diese Vorgehensweise im Fall des Ausbruchs in Bayern vor drei Wochen gut funktioniert hat. Dieser konnte begrenzt und gestoppt werden.

Zur weiteren Intensivierung der Abstimmung von Maßnahmen sind heute, Montag 24. Februar, die Gesundheitslandesräte und -rätinnen der Bundesländer zum Gespräch ins Gesundheitsministerium eingeladen.

Nähere Informationen zum Coronavirus finden Sie auf der Homepage des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz sowie der Weltgesundheitsorganisation.

Zudem gibt es von der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) Fragen und Antworten sowie eine Info-Hotline zum Coronavirus: 0800 555 621 (9-17 Uhr). Auskünfte zum Corona-Virus gibt es außerdem auch unter der Gesundheitshotline 1450.


Update 06. FEB 2020

Gesundheitskontrollen bei Passagieren von Direktflügen aus China am Flughafen Wien

Auf dem Flughafen Wien wird ab heute, Donnerstag 06. Februar 2020, wegen des Coronavirus bei Passagieren auf Direktflügen aus China die Temperatur gemessen. Kontrolliert werde mit der ersten ankommenden Maschine, in diesem Fall Air China Flug CA841 aus Peking, dessen planmäßige Landung für den frühen Donnerstag Morgen vorgesehen war, der aufgrund einer Verspätung nun aber erst gegen 12:15 Uhr landen wird.

Die Kontrollen werden von der Landessanitätsdirektorin, der Amtsärztin von Bruck an der Leitha und von vier Rettungssanitätern des Roten Kreuzes durchgeführt.

© apa

Aktuelle Informationen zum Coronavirus finden Sie weiterhin auch auf der Homepage des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz sowie der Weltgesundheitsorganisation, zudem gibt es hier aktuelle Reiseinformationen des Außenministeriums.

Von der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) wurde eine Info-Hotline zum Coronavirus eingerichtet: 0800 555 621 (9-17 Uhr)

Um Mythen im Zusammenhang mit 2019-nCoV aufzuklären, hat die WHO unter „myth busterseinen Fragenkatalog zur Verfügung gestellt.


Update 05. FEB 2020

WHO erhält bei Coronavirus Unterstützung aus Österreich

Im Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie setzt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf Hilfe aus Niederösterreich. Ein Team der Donau-Universität Krems wurde mit der Zusammenfassung von Studien zur neuartigen Lungenkrankheit beauftragt. Die Rapid Response Team genannte Notfalleinheit besteht aus zehn wissenschaftlichen Mitarbeitern und Studierenden, teilte die Universität mit.

© apa

Angeführt wird die Truppe von Gerald Gartlehner, dem Leiter des Departments für Evidenzbasierte Medizin und Evaluation an der Kremser Donau-Uni. Als Ziel wurde ausgegeben, der WHO anhand evidenzbasierter Zusammenfassungen von wissenschaftlichen Studien belastbare Fakten und Entscheidungsgrundlagen zu liefern.

Verschwörungstheorien und Falschinformationen soll so entgegenwirkt werden. Dabei ist für das Kremser Notfallteam die Zeit ein entscheidender Faktor: Berichte zu Fragen über das Coronavirus sollen gesichtet und binnen 24 Stunden analysiert sowie zusammengefasst werden.

Gartlehner versprach die „bestmögliche Unterstützung“ der WHO. „Information für Entscheidungsträger und die Bevölkerung aufzubereiten und zu prüfen ist das Spezialgebiet des Departments und unsere jahrelange Erfahrung macht uns zu Experten auf diesem Gebiet“, hielt der Wissenschaftler fest.

Nähere Informationen zum Coronavirus finden Sie auf der Homepage des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz sowie der Weltgesundheitsorganisation.

Von der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) wurde eine Info-Hotline zum Coronavirus eingerichtet: 0800 555 621 (9-17 Uhr)



Update 30. JAN 2020

WHO erklärte internationale Notlage, zunächst keine Auswirkungen auf Österreich

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in China eine gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite ausgerufen. Damit sind konkrete Empfehlungen an Staaten verbunden, um die Ausbreitung über Grenzen hinweg möglichst einzudämmen.

Durch die Erklärung der WHO ist in Österreich und der EU aktuell mit keinen gesonderten Maßnahmen zu rechnen. Es sollen vor allem weniger entwickelte Staaten unterstützt werden, auch sogenannte Entry-Screenings, Gesundheitskontrollen bei der Einreise, werden lediglich Ländern mit schwachem Gesundheitssystem empfohlen.

Noch sei die Zahl der Infektionen außerhalb Chinas relativ gering, sagte WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Donnerstagabend. Aber man wisse nicht, welchen Schaden das Virus in einem Land mit einem schwachen Gesundheitssystem anrichten würde. Der Höhepunkt der Epidemie wird frühestens in einer Woche erwartet. Außerhalb der Volksrepublik sind in rund 20 Ländern mehr als 100 Infektionen gezählt worden. Unter anderem gibt es in Frankreich sechs Infektionen, in Deutschland vier.

In Österreich gibt es bisher keinen bestätigten Fall. Bei sechs Verdachtsfälle gab es nach dem Test Entwarnung, ein siebenter Verdachtsfall wird noch geprüft. Die Ausrufung des internationalen Gesundheitsnotstandes hat für die Praxis in Österreich zunächst keine Auswirkungen, weil sich Österreich ohnehin an die Empfehlungen der WHO hält, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Sollten diese Empfehlungen strenger werden, wird sich Österreich selbstverständlich auch daran halten.

Das österreichische Außenministerium hat für China seit Dienstag ein erhöhtes Sicherheitsrisiko (Sicherheitsstufe 3) ausgegeben. Weiterhin wird von nicht notwendigen Reisen in die hauptbetroffene zentralchinesische Provinz Hubei abgeraten.

Nähere Informationen zum Coronavirus finden Sie auf der Homepage des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz sowie der Weltgesundheitsorganisation.

Von der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) wurde eine Info-Hotline zum Coronavirus eingerichtet: 0800 555 621 (9-17 Uhr)


Update 29. JAN 2020

Lufthansa streicht alle Flüge nach China

Die Lufthansa und damit auch die Töchter Swiss und AUA (Austrian Airlines) haben wegen des neuartigen Coronavirus ihre Flüge von und nach China gestrichen. Die Maßnahme gilt zunächst bis 9. Februar. Die vorerst letzten Flüge bei der AUA sind die Rückflüge der am Mittwoch noch gestarteten Kurse von Wien-Schwechat nach Shanghai und Peking.

Zudem wurde die Buchungsannahme für Flüge von und nach China, die bis Ende Februar geplant sind, gestoppt. Am Mittwochabend hat die AUA Details für betroffene Fluggäste bekannt gegeben.

Für Passagiere mit einem vor/am 23. Jänner ausgestellten Ticket für einen Flug von/nach China zwischen dem 24. Jänner und dem 29. Februar bestehe die Möglichkeit, einmalig kostenfrei auf einen Flug auf der ursprünglichen Strecke umzubuchen oder die Reise zu stornieren. Dies gilt nach Airline-Angaben für Passagiere mit einem Ticket, das von Lufthansa, Swiss oder Austrian ausgestellt wurde und auf Flügen mit einer LH, LX, oder OS-Flugnummer. Die neue Reise muss bis spätestens 30. September 2020 stattfinden.

Nähere Informationen zum Coronavirus finden Sie auf der Homepage des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz sowie der Weltgesundheitsorganisation.


27. JAN 2020

Kein Grund zur Panik, erhöhte Aufmerksamkeit am Flughafen Wien, internationale Abstimmung und ständiger Austausch der Behörden

Das Außenministerium rät aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus von nicht notwendigen Reisen in die hauptbetroffene zentralchinesische Provinz Hubei ab. Für Hubei wurde ein hohes Sicherheitsrisiko (Sicherheitsstufe 3) angenommen.

Aufgrund der möglichen Verbreitung des aus China (Wuhan) stammenden Coronavirus (2019-nCoV) wurden auf Flughäfen Gesundheitskontrollen mit Temperaturmessungen für ankommende Passagiere eingerichtet. Weiterführende Informationen dazu finden Sie in den aktuellen Reiseinformationen des Außenministeriums.

Nach den ersten Coronavirus-Fällen in Europa herrscht am Flughafen Wien-Schwechat „erhöhte Aufmerksamkeit“. „Wir sind zudem in ständigem Kontakt mit den Behörden“, sagte Flughafen-Sprecher Peter Kleemann am Sonntag der APA.

Der Flughafen Wien verfügt über eine medizinische Station, die rund um die Uhr geöffnet ist. Kleemann verwies zudem auf entsprechende Einsatzpläne, die sich etwa bei einem Fall einer SARS-Erkrankung im Jahr 2014 bewährt hätten. „Diese können sehr schnell in Kraft treten“, sagte Kleemann. Von Wien-Schwechat gibt es keine Direkt-Flüge in die betroffenen Gebiete in China.

Kein Grund zur Aufregungin Österreich

Österreichs Gesundheitsbehörden sind mit den relevanten Gremien im Rahmen der WHO- und der EU-Mitgliedschaft ausgezeichnet vernetzt und in permanenter Abstimmung. Die internationalen Behörden beobachten die aktuelle Entwicklung genau und wenden sich mit Empfehlungen an die Mitgliedsländer.

Das Gesundheitsministerium betonte erneut, dass derzeit absolut kein Grund zur Aufregung gegeben sei, es aber größte Aufmerksamkeit und internationale Abstimmung braucht. Diese ist durch die österreichischen Gesundheitsbehörden in allen Bereichen sichergestellt.

Nachfolgend finden Sie außerdem häufig gestellte Fragen und Antworten zum neuartigen Coronavirus. Diese stehen auch als Download zur Verfügung.

Service: Tagesaktuelle Informationen zum neuartigen Coronavirus finden Sie im Themenbereich Gesundheit.