Kategorie Verkehr - 23. November 2016

Österreich wird elektrofit

Elektroautos sind besser für die Umwelt und damit gesünder für uns alle. Warum also sind nicht nur noch E-Autos auf den Straßen? Die häufigsten Kritikpunkte sind der Preis der Autos und die Reichweite bzw. die fehlende Ladeinfrastruktur. Das wird sich jetzt ändern: Das Verkehrsministerium (bmvit), das Umweltministerium und die Automobilimporteure investieren gemeinsam 72 Millionen Euro in Elektomobilität. Das Maßnahmenpaket umfasst Unterstützung für den Kauf von E-Autos, den Aufbau von E-Ladestationen und Privilegien im Straßenverkehr.

Ankaufprämie von bis zu 4.000 Euro für private Elektroautos

Ab März 2017 gibt es österreichweit Prämien beim Kauf von Elektrofahrzeugen. Beim Erwerb von Autos, die ausschließlich mit Elektroantrieb oder einem Brennstoffzellenantrieb ausgestattet sind,  werden die Käuferinnen und Käufer mit 4.000 Euro unterstützt. Für so genannte Plug-in-Hybride gibt es 1.500 Euro.

Auch Betriebe, Länder, Gemeinden und Vereine werden beim Kauf von E-Fahrzeugen und der Errichtung elektrischer Fuhrparks unterstützt.

 

Förderung für öffentlich zugängliche E-Ladestationen

Neben dem Kauf von E-Fahrzeugen wird auch in den Ausbau der flächendeckenden Ladeinfrastruktur investiert. Der Bau von öffentlich zugänglichen Schnellladestationen wird ab dem kommenden Jahr mit 10.000 Euro pro Ladestation gefördert. Für Private steht, als Bonus zum Kauf von Elektroautos, eine Förderung von 200 Euro für die Anschaffung einer Wandladestation oder eines intelligenten Ladekabels zur Verfügung.

Darüber hinaus wird auch der Ausbau der E-Ladeinfrastruktur an Bahnhöfen und Autobahnen vorangetrieben. Insbesondere bei Park&Ride-Anlagen an Bahnhöfen sind insgesamt 50 neue Ladestationen geplant. Und an Schnellstraßen und Autobahnen soll an allen Raststationen eine E-Ladeinfrastruktur bereitstehen.

Das E-Mobilitätspaket im Überblick:

Ausnahmen von Park- und Halteverboten für E-Fahrzeuge

Auch die rechtlichen Rahmenbedingungen werden an den Ausbau der Elektromobilität angepasst. Mit eigenen Nummerntafeln werden E-Autos auf einen Blick erkennbar sein. Damit können Länder, Städte und Gemeinden einfach und schnell zusätzliche Anreize schaffen. Eine Novelle der Straßenverkehrsordnung (StVO) ermöglicht in Zukunft Ausnahmen vom Halte- und Parkverbot für E-Fahrzeuge während des Ladens. Mit einer einheitlichen Zusatztafel, auf der ein Ladekabel abgebildet ist, können diese Ausnahmen für E-Fahrzeuge unkompliziert eingerichtet werden.

Factsheet zum Aktionspaket zur Förderung der Elektromobilität

Presseunterlage: Leichtfried und Rupprechter präsentieren E-Mobilitätspaket