Kategorie Informationen & Tipps - 29. Mai 2019

Flughafen Salzburg geht nach Pistensanierung wieder in Betrieb

Nach fünfwöchiger Totalsperre ging gestern Abend, Dienstag 28. Mai 2019, die generalsanierte Piste des Salzburger Flughafens wieder in Betrieb. Um 21.00 Uhr landete die erste Maschine am Flughafen, seit Mittwochfrüh ist für die Airport-Mitarbeiter wieder der Berufsalltag eingekehrt.

Die Generalsanierung der Piste fand vom 24. April bis 28. Mai 2019 statt. © Salzburg Airport

„Die Arbeiten sind nach Plan gelaufen. Das widrige Wetter hat uns im Mai aber gehörig hineingepfuscht“, resümierte Flughafensprecher Alexander Klaus.

Im Vorfeld habe niemand damit gerechnet, dass Anfang Mai Schnee auf der Baustelle liegen werde und die niedrigen Temperaturen Asphaltierungsarbeiten unmöglich machen. „Durch den Einsatz der Bauarbeiter ist die Baustelle aber rechtzeitig fertig geworden“, betonte Klaus. Heute soll zunächst die Übergabe der Piste an die Behörden abgeschlossen werden. Am Nachmittag fällt die Start- und Landebahn dann in die Obhut des OAD (Operations Airside Duty Manager) – sozusagen dem Betriebsleiter – und wird wieder in den Sicherheitskreislauf des Flughafens integriert.

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Gepostet von Salzburg Airport – Flughafen Salzburg am Dienstag, 28. Mai 2019

Die Einweihungslandung gestern Abend war einer Eurowings-Maschine aus Stuttgart vorbehalten. „Ganz ohne Rituale kann die Piste natürlich nicht eröffnet werden“, betonte Klaus. Neben einem Festakt und der Segnung der Start- und Landebahn durch den Salzburger Erzbischof Franz Lackner wurde auch der obligatorische Wasserbogen über den gelandeten Flieger versprüht. Der erste Start erfolgt am heutigen Morgen um 7.00 Uhr nach Frankfurt.

Für die Erneuerung der rund 60 Jahre alten Piste wurden insgesamt 117.000 Tonnen Asphalt in vier Schichten aufgebracht, berichtete Klaus. Alleine am Spitzentag lieferten Lkw 10.098 Tonnen Material an. Wegen der großen benötigten Menge an Asphalt mussten mehrere Straßensanierungsprojekte in Salzburg nach hinten verschoben werden. Saniert wurden nicht nur die Piste, sondern auch die Anschlussbereiche an die Rollbahn.

Pistensanierung Salzburg Airport Clip #1

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Gepostet von Salzburg Airport – Flughafen Salzburg am Mittwoch, 24. April 2019

 

Außerdem wurde die Zeit zur Erneuerung einzelner beschädigter Betonfelder am Flughafen-Vorfeld genutzt. In Summe wurden 30 Kilometer Hochspannungskabel und 45 Kilometer Niedrigspannungskabel verlegt und rund 1.100 Unter- und Oberflurlichter auf LED umgetauscht.

In den vergangenen Tagen wurde die oberste Asphaltschicht noch mit Hochdruckwasserstrahlen aufgeraut, damit landende Flugzeuge einen guten Grip haben, und Markierungen aufgebracht. „Die Start-und Landebahn ist auch mehrfach intensiv gereinigt worden, weil keine Gegenstände auf der Piste zurückbleiben dürfen“, sagte Klaus. Dazu wurde die 2.850 Meter lange und 45 Meter breite Piste auch einige Mal zu Fuß abgegangen.

Bei den Planungs-und Baukosten bewege man sich aus heutiger Sicht im vorgegeben Rahmen von 32 Millionen Euro. „Plus 8 bis 10 Millionen Euro, die durch den Entfall von Landegebühren und Einnahmen aus dem Non-Aviation-Geschäft wie Gastronomie und Parkplätze zusammenkommen.“ Wie lange die neue Piste hält, wollte Klaus übrigens nicht prophezeien. „Für die nächsten drei Jahrzehnte sollte aber mindestens Ruhe herrschen.“

apa/red

FACTS zur neuen Piste am SZG

  • Jeden Tag von 06:00 Uhr und 22:00 Uhr Baustelle, in der Nacht nur Begleitarbeiten
  • Verwendung der alten Betonschicht als Unterbau ersparte ca. 4000 LKW Fahrten mit Abbruchmaterial
  • Beinahe 120.000 Tonnen Asphalt wurden für 4 Asphaltschichten (= ca. 70 Fußballfelder mit einer Asphaltschicht von 10 cm oder eine ca. 50 Kilometer lange Straße mit 10 Metern Breite und 10 cm Asphaltschicht) verbaut
  • Bis zu 10 Asphaltfertiger und 30 Asphaltwalzen waren parallel im Einsatz
  • Die „geplante“ maximale Tagesleistung beim Einbau des Asphalts von 8.000 Tonnen wurde mit einer Spitzenleistung von 10.098 Tonnen mehr als getoppt
  • Über 100 LKWs waren für die Mischgutlieferungen im Dauereinsatz
  • In den Spitzenzeiten fuhr alle 3 Minuten ein LKW auf die Baustelle
  • Ca. 250 Bauarbeiter aus den verschiedensten Regionen Österreichs und Deutschlands
  • 140 km Hochspannungskabel, 45 km Niederspannungskabel und 16 km Elektroverrohrung wurden verlegt
  • 1.000 Unter- und Oberflurfeuer modernster LED Technologie wurden verbaut
INFObox: Die Austro Control sorgt im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) für einen sicheren, pünktlichen und umweltschonenden Flugverkehr. Keine einfache Aufgabe bei über einer Million Flugbewegungen pro Jahr und täglich bis zu 4.000 kontrollierten Luftfahrzeugen über Österreich.