Kategorie Innovation & Technologie - 12. Juli 2018

Green Energy Labs: Innovationslabore der Energiewende

Mit den Vorzeigeregionen Energie wird in Österreich ein großes nationales Innovationsprojekt für innovative Energietechnologien starten. Der Klima- und Energiefonds fördert drei Regionen mit knapp 31 Millionen Euro. 44 Prozent davon fließen in die Grüne Mark. Mit dem Burgenland, Niederösterreich und Wien bildet die Steiermark damit die Green Energy Lab-Region.

Fortsetzung Mission2030

Theresia Vogel, Geschäftsführerin des Klima- und Energiefonds: „Mit #mission2030 setzt sich Österreich das Ziel Innovationstreiber für moderne Energietechnologie am Weltmarkt zu werden. Wir können aufgrund unserer langjährigen Erfahrung auf ein breitgefächertes Know-how zurückgreifen, wenn es um den intelligenten Umbau des Energie- und Mobilitätssystems mit innovativen Technologien geht. Unser zentrales Anliegen ist es, innovationsgetriebene österreichische Unternehmen am Weg in die Dekarbonisierung zu begleiten und die richtigen Impulse zu setzen. Mit der Umsetzung der drei Vorzeigeregionen schlagen wir einen zukunftsorientierten Weg in Richtung innovativer, sicherer und leistbarer Energie und Mobilität ein.“

Infrastrukturminister Norbert Hofer: „Saubere Energie- und Mobilitätstechnologien gehören global gesehen zu den größten Wachstumsmärkten des 21. Jahrhunderts. Mit den Vorzeigeregionen gelingt es, Österreich als Leitmarkt und Energieinnovationsland zu positionieren. Die starke Allianz aus Wirtschaft und Wissenschaft macht es möglich, diesen Weg erfolgreich zu gehen und damit unsere nationale Klima- und Energiestrategie umzusetzen, aber auch zur internationalen Champions-League Mission Innovation aufzuschließen. Ich möchte mit den Vorzeigerregionen unserer Industrie neue Marktchancen eröffnen.“

Christian Panzer, Sprecher der Forschungsinitiative Green Energy Lab: „Es geht darum, die Herausforderungen dieser Region zu bewältigen, denn hier gibt es einerseits große Ballungszentren aber auch weitläufige ländliche Gebiete. Überschüssiger Windstrom, der nicht gespeichert werden kann, muss beispielsweise vom Land in die Städte gebracht werden – sei es als Strom oder umgewandelt in erneuerbare Wärme. Die dazu notwendigen erprobten sowie ganz neuen Technologien und Anwendungen werden im Green Energy Lab realisiert und gewinnbringend gebündelt. Damit ebnen wir den Weg für die Energiewende in Österreich.“

Green Energy Lab

Das Green Energy Lab bildet die flächenmäßig größte der insgesamt drei Vorzeigeregionen. Von den dieser Region zugesprochenen Fördermitteln gehen laut Energie Steiermark rund 50 Prozent bzw. über fünf Millionen Euro in die Steiermark. Im Fokus stehen laut dem Klima-und Energiefonds unter anderem die Flexibilisierung und Digitalisierung des Energiesystems zur Unterstützung der Versorgungssicherheit. An der Initiative, die von Energie Burgenland, Energie Steiermark, EVN und Wien getragen und von der Umweltagentur Niederösterreich und dem steirischen Green Tech Cluster unterstützt wird, nehmen laut Energie Steiermark über 55 Unternehmens- und Forschungspartner teil.

„Es geht darum, die Herausforderung dieser Region zu bewältigen, denn hier gibt es einerseits große Ballungszentren aber auch weitläufige ländliche Gebiete. Überschüssiger Windstrom, der nicht gespeichert werden kann, muss beispielsweise vom Land in die Städte gebracht werden – sei es als Strom oder umgewandelt in erneuerbare Energie“, führte Christian Panzer von der Forschungsinitiative „Green Energy Lab“ aus. Dazu notwendige erprobte und ganz neue Technologien und Anwendungen sollen im Green Energy Lab realisiert und gebündelt werden.

Die Vorzeigeregionen im Überblick

Im „Green Energy Lab“ werden das Burgenland, Niederösterreich, die Steiermark und Wien zur Testregion für das zukünftige Energiesystem mit einem signifikant hohen Anteil an erneuerbaren Energien. Im Fokus stehen die Flexibilisierung und Digitalisierung des Energiesystems zur Unterstützung der Energieversorgungssicherheit, aber auch die Sektorkopplung.

Mit New Energy for Industry soll in Oberösterreich, Salzburg und der Steiermark gezeigt werden, dass mit in Österreich entwickelten Energietechnologien eine 100%-ige erneuerbare Energieversorgung von Industriestandorten möglich ist. Verbundkoordinator NEFI, Wolfgang Hribernik, Head of Center for Energy am AIT Austrian Institute of Technology: „NEFI definiert technologische Innovationsfelder, die das gesamte Energiesystem abbilden, etwa im Bereich der Energieeffizienz. Die ersten Projekte, die demnächst starten, sind Ausgangspunkt und Grundgerüst für die notwendigen Technologieentwicklungen und werden demonstrieren, dass Dekarbonisierung in der Industrie machbar ist.“

Ziel der Wasserstoffinitiative Vorzeigeregion Austria Power & Gas ist die Demonstration der Umstellung der österreichischen Volkswirtschaft auf ein stark Wasserstoff-basiertes Energiesystem. Dabei stehen Herstellung, Speicherung, Verteilung und Anwendung von erneuerbarem Wasserstoff in den Bereichen Energieversorgung, Industrie und Mobilität im Fokus. Verbundkoordinator Horst Steinmüller: „Sektorkopplung wird bei der Umstellung auf ein erneuerbares Energiesystem notwendig sein. Erneuerbare Gase, deren Herstellung und Anwendung in der Vorzeigeregion WIVA P&G demonstriert werden, spielen dabei eine zentrale Rolle.

Vorzeigeregion Energie

Mit der FTI-Initiative Vorzeigeregion Energie des Klima- und Energiefonds werden mit innovativen Energietechnologien aus Österreich Musterlösungen für intelligente, sichere und leistbare Energie- und Verkehrssysteme der Zukunft entwickelt und demonstriert. Mit einer Gesamtlaufzeit bis 2025 und einem Förderbudget in der Höhe von bis zu 40 Millionen Euro pro Vorzeigeregion werden drei thematisch unterschiedliche Vorzeigeregionen gefördert – in Summe werden 120 Mio. Euro zur Verfügung gestellt, zwei weitere Ausschreibungen für Umsetzungsprojekte in diesen drei Regionen folgen. Die FTI-Initiative Vorzeigeregion Energie wird mit Instrumenten der Forschungs- und Umweltförderung durchgeführt.

Der Klima- und Energiefonds fördert die drei Regionen aus Mitteln des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT). Sie wird durch Investitionen der Wirtschaft und der Bundesländer ergänzt. Insgesamt werden so über 90 Millionen Euro investiert.

Energieforschungserhebung Sonderauswertung: Klima- und Energiefonds 2007 bis 2016

Ausbau erneuerbarer Energien durch den Klima -und Energiefonds 2007-2017

INFObox: Vor über zehn Jahren gründete die Bundesregierung den Klima- und Energiefonds. An der Schnittstelle zwischen Politik, Wirtschaft, Forschung und Zivilgesellschaft entwickelt der Fonds – in enger Kooperation mit dem Ministerium Nachhaltigkeit und Tourismus sowie dem Ministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) – Strategien und Förderprogramme für die nachhaltige Transformation des Energie- und Mobilitätssystems.