Kategorie Informationen & Tipps - 8. März 2019

FEMtech: Internationaler Frauentag 2019

Zum 108. Mal wird am 8. März 2019 der internationale Frauentag gefeiert. Im Mittelpunkt steht heuer das Jubiläum 100 Jahre Frauenwahlrecht in Österreich. Gleiche Rechte für Frauen sind aber auch heutzutage nach wie vor dringende Themen, die über die Gleichstellung in der Gesellschaft hinaus explizit auch jene in der Arbeitswelt zum Ziel haben. Auch das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) setzt Maßnahmen, um Chancengleichheit zu fördern.

© YWCA

Im Jahr 1911 fand der Internationale Frauentag zum ersten Mal in Dänemark, Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA statt. Seit dem Jahr 1922 findet  der Internationale Frauentag jährlich am 8. März statt. Im Laufe der Zeit hat sich die rechtliche Situation, wie auch die kulturelle und ökonomische Situation für Frauen deutlich verbessert.  Dennoch ist auch im Jahr 2019 eine Gleichstellung von Frauen und Männern auf allen sozialen, kulturellen, ökonomischen, politischen Ebenen noch nicht erreicht.

Die progressive Mitgestaltung der Gesellschaft ist ohne Frauen undenkbar. Aber die Gleichstellung der Geschlechter ist nicht nur eine Frage der Fairness , sondern auch eine Notwendigkeit für eine nachhaltige Entwicklung, damit wirtschaftlicher Wohlstand und Wachstum erreicht werden können. Fortschritt definiert sich dabei auch über gesellschaftsrelevante Innovationen. Wichtige Erfindungen und Pionierleistungen gehen auf das Konto weiblicher Schaffenskraft.

Aber wer kennt sie noch? Die erste Frau im Weltall Walentina Wladimirowna Tereschkowa oder Ada Lovelace, die ersten Programmiererin der Welt, finden sich kaum mehr im kollektiven Gedächtnis. Auch Hedy Lamarr, geniale Erfinderin, die im Zweiten Weltkrieg im Dienste der US Navy und der Alliierten, Vorläufer der Bluetooth- und WLAN-Technologie zu entwickeln begann. Sie wurde im Jahr 2014 sogar in die National Inventors Hall of Fame aufgenommen. Biografien, die auch heute noch als Vorbild taugen.

Die 1. Programmiererin der Welt: Ada Lovelace, in einer Collage von © EMMA

Das BMVIT fördert zahlreiche Projekte und Initiativen, um den Frauenanteil in der Forschung zu erhöhen und zeichnet mit der „FEMtech-Expertin des Monats“ bereits seit 2005 besondere Leistungen von Frauen in Forschung und Technik aus. Auch im Bereich der Mobilität hat sich das BMVIT das Ziel gesetzt, die Gendergerechtigkeit sowie einen gleichen Zugang von Frauen und Männern zu allen Verkehrsdienstleistungen sicherzustellen und im Rahmen der wirkungsorientierten Verwaltung und des Gender Budgeting entsprechende Maßnahmen zu setzen.

Mit der Initiative FEMtech schafft das BMVIT Chancengleichheit in der industriellen und außeruniversitären Forschung. Unter ,,Chancengleichheit“ werden in diesem Zusammenhang ,,gleiche Rahmenbedingungen und Erfolgschancen für Frauen und Männer in Forschung und Technologie“ verstanden. Mit den FEMtech Praktika für Studentinnen fördert das BMVIT außerdem Chancengleichheit in der Forschung. Dabei sollen Nachwuchswissenschaftlerinnen für die angewandte Forschung im naturwissenschaftlich-technischen FTI-Bereich (Forschung, Technologie und Entwicklung) gewonnen und beim Einstieg in eine Forschungskarriere unterstützt werden. Die Studentinnen lernen berufliche Ein- und Aufstiegswege kennen und erhalten einen fundierten Einblick in die angewandte Forschung und Entwicklung.

Auch im Ministerium selbst ist man diesbezüglich schon relativ weit vorangekommen: Immerhin sind mit 52,71 Prozent etwas mehr als die Hälfte der Belegschaft– Frauen. Im Vergleich dazu lag die Frauenquote im BMVIT 2007 erst bei knapp 39 Prozent.

Das Anliegen, bereits Mädchen Einblicke in die Bereiche Verkehr, Energie, Forschung, Technik und Raumfahrt zu ermöglichen, wird auch wieder anlässlich des „Girls‘ Days in den Vordergrund gerückt. Am Donnerstag, den 25. April 2019 gibt es im BMVIT wieder die Möglicheit für Mädchen, sich ausführlich zu technisch-naturwissenschaftlichen Berufsfeldern zu informieren.