Kategorie Verkehr - 24. Juni 2015

Staatspreise für Mobilität 2015 verliehen


APA/CTE/Hawlicek/Otto Hawlicek

Barrierefreie Apps für mobile Geräte für sehbehinderte Menschen, ein zentrales Steuergerät für Fahrerassistenzsysteme, ein Projekt zur Bündelung internationaler Verkehrsströme des Container Terminal Enns sowie ein Projekt zu bewusstseinsbildenden Maßnahmen im Bereich Mobilität sind die diesjährigen Sieger des Staatspreis Mobilität, hieß es in einer Aussendung.

Mit einem Sonderpreis bedacht wurde bei der zum achten Mal vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) im Zwei-Jahres-Rhythmus vergebenen Auszeichnung das Projekt „Diversität als Chance“ der ÖBB Infrastruktur AG, das minderjährigen unbegleiteten Flüchtlingen einen Lehrplatz samt Training und Coaching bietet.

Zwölf der insgesamt rund 90 Einreichungen wurden in vier Kategorien ausgezeichnet. Die Fachhochschule Joanneum überzeugte mit dem mit nationalen und internationalen Partnern durchgeführten Projekt „ways4me“. Gemeinsam mit blinden Mobilitätsexperten wurden verschiedene barrierefreie Applikationen für mobile Geräte entwickelt. Ziel war eine Anwendung, welche die In- und Outdoor-Navigation, die Abfrage von Verkehrsinformationen und die Kommunikation mit öffentlichen Verkehrsmitteln zusammenführt und dennoch intuitiv zu bedienen ist.

Mit „TTA Drive“, einer Plattform für Fahrerassistenzsysteme, sicherte sich die TTTech Computertechnik AG ebenfalls einen Kategoriesieg. Das hochleistungsfähige Steuergerät integriert zahlreiche Einzelfunktionen von Fahrerassistenzsystemen und wurde in einem ersten Projekt mit dem Automobilhersteller Audi erstmals zentralisiert ausgeführt. Vier Jahre Forschungs- und Entwicklungsarbeit sowie 50 Millionen Euro Investitionen seien der Aussendung zufolge in das Projekt geflossen.

Ausgezeichnet wurde auch das Projekt „Enns Multimodal“ der Container Terminal Enns GmbH. Dieses bündelt die internationalen Verkehrsströme des Container Terminal Enns und vernetzt sie mit den wichtigsten Seehäfen und Wirtschaftszentren Europas. So verzahnen neue Krananlagen, Gleise und Abstellflächen für Container die Verkehrswege Bahn, Wasser und Lastkraftwagen und verbinden die Region mit dem internationalen Verkehrsnetz.

Das Department für Raum, Landschaft und Infrastruktur des Instituts für Verkehrswesen an der Universität für Bodenkultur Wien wurde mit seinem Projekt „Unterwegs“ zum vierten Kategoriesieger gekürt. Es untersucht das Mobilitätsverhalten Jugendlicher und erarbeitet Empfehlungen für Maßnahmen, um die Bewusstseinsbildung in Bezug auf gesundheitsfördernde und umweltverträgliche Mobilität zu erhöhen.

Service: Alle Preisträger unter www.bmvit.gv.at/staatspreis2015; Videos der Siegerprojekte: YouTube.