Kategorie Innovation & Technologie - 30. April 2020

Young Academics Award 2020 prämiert Masterarbeiten zu Emissionen in den Alpen

Auch für dieses Jahr 2020 schreibt die Alpenkonvention den Award für junge Studierende aus – dieses Mal im Themenbereich »Emissionen in den Alpen«.

© virgil decourteille

Forschung und Innovation sind essentiell um nachhaltige Entwicklung in den Alpen zu fördern. Junge Akademikerinnen und Akademiker spielen eine entscheidende Rolle in der Gestaltung der Zukunft des Alpenraums. Das Ziel des Young Academics Awards (YAA) ist die Anerkennung dieser Schlüsselrolle durch die Auszeichnung herausragender Masterarbeiten zu wichtigen Alpenthemen. Eine Initiative, die auf den österreichischen Vorsitz der vergangenen Jahre sowie des Ständigen Sekretariats der Alpenkonvention zurückgeht.

Der YAA bietet jungen Forschenden so ein Podium für ihre Ideen und wissenschaftlichen Arbeiten. Dazu werden in der Hauptkategorie drei Preise für Arbeiten zur Verfügung gestellt, die das gesamte Alpengebiet betreffen können. Zusätzlich werden fünf Infopoint-Preise von den Infopoints der Alpenkonvention Chamonix, Domodossola, Mojstrana, Tolmin und Villach für Abschlussarbeiten, die sich auf die jeweiligen Gebiete eines Infopoints beziehen, vergeben.

Diese Ausgabe des Young Academics Awards legt den Fokus auf das Thema Emissionen in den Alpen: Klimawandel und Luftqualität, Messung und Maßnahmen, insbesondere auf die folgenden Unterthemen:

  • Messung der Emissionen und ihrer Auswirkungen in den Alpen: Daten, Indikatoren und Szenarien
  • Luftqualitätsmanagement in den Alpen: Prozesse, Techniken, Lösungen
  • Von lokal zu global: Governance von Luftverschmutzung und von Klimawandelphänomenen auf verschiedenen Ebenen
  • Ein alpiner Ansatz zum Klimawandel: Integrierte Anpassungs- und Minderungsmaßnahmen, einschließlich intelligenter oder naturbasierter Lösungen
  • Kommunikation von Luftqualität und Klimawandelanpassung sowie -eindämmung: von der Wissenschaft zur Zivilgesellschaft

Drei Hauptpreise werden dazu vom französischen Vorsitz und dem Ständigen Sekretariat der Alpenkonvention vergeben wobei der 1. Preis mit 1.000 Euro, der 2. mit 750 Euro und der dritte mit 500 Euro dotiert sind.

Zusätzlich werden fünf Infopoint Preise zu Arbeiten vergeben, die thematisch relevant und geographisch auf die Gebiete der folgenden Infopoints bezogen sind:

Die vollständige, detaillierte Ausschreibung, inklusive Annahmekriterien sowie den Überblick des Auswahlverfahrens gibt es hier: Download der Ausschreibung (auf Englisch). Dazu ist zur Bewerbung der online Bewerbungsbogen (auf Englisch) auszufüllen!

Alle BewerberInnen müssen die komplette Bewerbung ausgefüllt und die notwendigen Dokumente bis 30. Juni 2020 eingereicht haben.

Die Initiative des Young Academics Awards erfolgt in Zusammenarbeit mit ISCAR.

Geschichte der Alpenkonvention: Die UmweltministerInnen der Alpenstaaten beschlossen bei ihrer ersten Konferenz von 9. bis 11. Oktober 1989 ein Abkommen zum Schutz und zur nachhaltigen Entwicklung der Alpen auszuarbeiten. Das Übereinkommen zum Schutz der Alpen, „Die Alpenkonvention“, wurde am 7. November 1991 in Salzburg von Österreich, Frankreich, Deutschland, Italien, Liechtenstein und der Schweiz sowie von der Europäischen Union unterzeichnet. Slowenien unterzeichnete die Konvention am 29. März 1993 und das Fürstentum Monaco trat dem Übereinkommen auf Grund eines Ad-hoc-Protokolls bei. Die Konvention trat am 6. März 1995 in Kraft und diente beispielsweise als Vorbild für die inzwischen gegründete Karpatenkonvention. Heute blicken verschiedene andere Gebiete (Kaukasus, Zentralasien, Anden) mit Interesse auf die Alpenkonvention und ihre Erfahrungen.